Bleicher aktuell
Allensbach-Studie zum Klimaschutz
Berlin, Juli 2008 Laut einer aktuellen Allensbach-Studie zum Thema Klimaschutz wollen zwei von drei Bauherren den Energieverbrauch senken. 70 % unterschätzen jedoch die bestehenden Einsparpotentiale.
Zwar planen zwei von drei Befragten, die in den nächsten fünf Jahren ein Haus bauen oder ihr Haus umbauen bzw. renovieren wollen, auch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, aber nur etwa 30 % der Befragten glauben, dass der Energieverbrauch durch Umbaumaßnahmen nennenswert gesenkt werden kann.
Insgesamt messen die Deutschen dem Klimaschutz eine große Bedeutung bei: Der Klimaschutz steht zwar auf der Prioritäten-Skala der Bundesbürger noch hinter der Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme sowie der Sicherung der Preisstabilität, aber bereits vor dem Abbau der Staatsverschuldung. 93 % der Bevölkerung nennen dabei als wichtigste Klimaschutzmaßnahme den Ausbau erneuerbarer Energien, dahinter rangieren der Bau neuer energieeffizienter Kraftwerke (85 %), die bessere Isolierung von Fabriken und industriellen Anlagen (80 %) und die Sanierung von Häusern und Wohnungen (71 %).
Die Erkenntnis, dass jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann, ist laut Studie weit verbreitet. Nach der Verwendung von Energiesparlampen, dem Einsatz von energiesparenden Haushaltsgeräten und dem Kauf von Autos, die weniger Kraftstoff verbrauchen, nennen rund drei Viertel aller Befragten trotz aller Skepsis über das tatsächliche Einsparpotential auch die energetische Sanierung bzw. Wärmedämmung von Wohnungen.
Immerhin will nach der Allensbach-Studie jeder achte Bundesbürger in den nächsten 5 Jahren ein Haus bauen oder größere Umbauten (12 %) bzw. Renovierungen im eigenen Haus durchführen. 2 von 3 Befragten – das sind hochgerechnet 5,1 Mio. Personen – planen in diesem Zusammenhang Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs.


